Vulkanasche vorerst keine Gefahr für Webcams

kielmonitor

Bei einer Untersuchung der Geräte konnte nach Auswertung der Ergebnisse am Sonntagabend endgültig Entwarnung gegeben werden. Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull stellte für die Webcams keine Gefahr dar. Weder konnte ein erhöhter Niederschlag von Vulkanasche in der hochsensiblen Elektronik festgestellt werden, noch sei es in den letzten Tagen zu einem Ausfall der Systeme gekommen.
Nicht einmal die Webcams im Kirchturm der Nikolaikirche, die aufgrund ihres extremen Standortes am ehesten den isländischen Aschepartikeln ausgesetzt wären, trugen Schäden davon.
Auch die Durchsicht der Zeitrafferfilme hat keine ungewöhnlichen Vorkommnisse an den Tag gebracht.
Einzig der Himmel war an diesem Wochenende aufgrund der fehlenden Kondensstreifen etwas blauer als gewöhnlich.

Nur ein sehr geübtes Auge erkennt, dass die Color Line Fähren nach Oslo und die Stena Line nach Göteburg eine Hand breit tiefer im Wasser lagen. Aufgrund der Sperrung des europäischen Luftraumes waren die Fähren für viele Passagiere der einzige Weg nach Hause und komplett ausgebucht. Die Fährelinien dürften, wie auch die Deutsche Bahn, zu den Gewinnern des Vulkanausbruchs gehören. Ähnlich wie der Autovermieter Sixt frohlockten die Reedereien mit schmissigen Botschaften auf ihren Facebook- und Twitteraccounts

Warten Sie nicht am Flughafen, bis Ihnen die Asche ausgeht:
Wir bringen Sie sicher und günstig mit der Fähre nach Norwegen und Deutschland. Color Line

Flug gestrichen? Ob nach Skandinavien oder Großbritannien – uns stoppt ein bisschen Asche nicht… Stena Line

Die Color Magic transportiert bis zu 2975 Passagiere, die Color Fantasy 2750, und die Stena Germanica und Stena Scandinavica nehmen jeweils 1700 Gäste an Bord.

Wer sich für die Wiederaufnahme des Flugbetriebes interessiert, findet auf flightradar24.com eine dynamische Karte, auf der in Echtzeit die Positionen von Flugzeugen angezeigt wird, ähnlich unserer AIS-Karte für Schiffspositionen.